Sophie Wilhelmine Scheibler, geborene Koblanck, wird oft in einem Atemzug mit Henriette Davidis
genannt. Gern - so auch z.B. in Wikipedia - wird die Berlinerin als größte Mitbewerberin neben der
Pfarrerstochter genannt und auch Davidis mit den Worten “Eine etwas gefährliche Concurrentin”
zitiert. Dies scheint verwunderlich, hatte die Scheiblerin doch um 1850 herum eine Auflage von
150.000 Exemplaren erreicht - zu einem Zeitpunkt, als Davidis’ Buch gerade zum ersten Mal
erschienen war. Die vermutlich 1793 geborene Händlerstochter (1799 getauft, in diesem Jahr
geboren erscheint angesichts der ersten Auflage ihres Kochbuches um 1812 relativ
unwahrscheinlich) verfaßte ein großes Standardwerk, daß zumindest in der Berliner Region seine
Popularität neben Davidis’ Büchern problemlos halten konnte. Sie starb vermutlich zwischen 1849
und 1852. Leider existiert kein Bild von ihr.