Ein wenig Historie (Zusammenfassung
nach Walter Schwarz, siehe
Literaturliste):
1895 hatte sich der Internationale
Verband der Köche gegründet (eine
Berliner Version als Verband Deutscher
Köche gab es bereits elf Jahre vorher).
Dieser war besonders daran interessiert,
Köche weiterzubilden und eine spezielle
Fachbuchliteratur zur Verfügung zu
stellen, die für das Wissen eines Koches
allumfassend war. So entstanden nicht
nur die nebenstehenden Bände, sondern
auch Bücher wie "Die
Restaurationsküche" und die deutsche
Übersetzung von Escoffiers "Le Guide
Culinaire", beide aus der Feder des
Vereinsdirektors Matthäus Carl Banzer,
alle verlegt beim Killinger Verlag in
Nordhausen.
Kochbücher von „Hausmütterchen“
galten nicht, es findet sich keinerlei
Erwähnung dieser. Lediglich der „Kurth“,
das Buch des ersten Direktors des
Berliner Verbandes wird als Kochbuch
anerkannt. Kurth hatte auch die
redaktionelle Leitung der Berliner
Vereinszeitschrift „Die Küche“ inne. Er
war der leitende Koch im Schloss Berlin.
Die Frankfurter Vereinszeitung hieß
zuerst „Kochkunst und Tafelwesen“ (bis
1916), später – nach der Fusion des
Berliner und des Frankfurter Verbandes
im Ersten Weltkrieg (1917) „Die Küche –
Zeitschrift für Kochkunst und
Tafelwesen“ und noch später „Die Küche
– Zeitschrift für Kochkunst und
Küchentechnik“ (siehe dazu auch hier).
Auch organisierte der Verband große,
international vielbeachtete
Kochkunstmessen, von denen jede die
vorhergehende übertraf.
Die Kochkunstbibliothek, die
Internationalen Kochkunstmessen, die
Verbandszeitschriften und das
Kochkunstmuseum hängen – nicht allein
durch die Person M.C. Banzer – eng
zusammen.